Arbeitskreis klassische Homöopathie Chiemgau


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Einnahmevorschrift

Bewährte Hinweise zur Einnahme von homöopathisch wirkenden Arzneistoffen®

Wenn Sie eine homöopathisch wirkende Arznei einnehmen, sollten Sie eine halbe Stunde vor und nach der Einnahme nichts essen. Die Arznei soll in Ihrer, vor der Einnahme mit Wasser gut ausgespülten, sauberen Mundhöhle ca. 20-30 Sekunden einwirken. Notieren Sie sich auffallende Reaktionen die der Arzneieinnahme folgen grundsätzlich sofort in ein kleines Din A 5 Schulheft und nehmen Sie dieses immer zur nächsten Konsultation bei Ihrem Behandler/in mit (das hilft Ihnen wichtiges festzuhalten und Ihr Gedächtnis zu entlasten). Arzneilich wirkende Zahncremes, Einreibemittel, Medikamente, Magnetfeldmatten, Nahrungsstoffe (z.B. Fencheltee, Kaffee, Schwarzer Tee usw.) können bei dauerhaften Gebrauch Ihrem Immunsystem schaden - bitte sprechen Sie mit Ihrem Homöopathen/in darüber, was Sie sinnvoll weglassen, oder durch etwas Verträglicheres ersetzen können.

Einnahme von C 30, C 200, M, XM, LM, CM, MM -Potenzen; 1-3 G. „Trocken“
Die trockenen Globulis bestehen aus Rohrzucker (Saccharose), sind sehr gut verträglich und es bedarf nur 1-3 mohnsamengroßer Globulis um eine Arzneiwirkungsreaktion zu erzielen wenn der Arzneistoff der Krankheit homöopathisch angepasst ist. Stellen Sie sich die Einnahme wie das Anstupsen einer Billiardkugel vor - der Lauf der Kugel soll nach der Einnahme nicht mehr gestört werden und die Wirkkraft einer Gabe der C30igsten Potenz läuft frühestens nach 30-40 Tagen aus. Dies bedeutet, dass Sie bei einfachen funktionellen Erkrankungen in der Regel nur eine Gabe der Arznei benötigen und bei entsprechend gesunder Lebensweise ihr Organismus wieder zur vollständigen Selbstkompetenz zurückkehrt. Die höheren Potenzen C 200, M usw. sind nur notwendig, wenn die Krankheitskraft sehr stark ist und die Arzneikraft der 30 igsten Potenz nicht mehr ausreicht Ihre vollständige Gesundheit wieder herzustellen. Diese Potenzen dürfen nur von dafür qualifiziert ausgebildeten homöopathisch arbeitenden Ärzten oder Heilpraktikern verabreicht werden.

Einnahme von C 30, C 200, M, XM, LM, CM, MM - Potenzen, „Mehrglasmethode“
Die Mehrglasmethode geht auf eine Entdeckung von Dr. Constantin Hering zurück, der aufgrund seiner langjährigen Erfahrung erkannte, dass sich die Arzneiimformation bei jeder Verdünnung nochmals modifiziert ausdehnt und in ihrer Wirkkraft nicht nachlässt. Wenn in akuten fieberhaften oder hochentzündlichen Krankheitsprozessen eine stärkere Arzneiwirkkraft notwendig ist, so werden 1-3 Globuli der homöopathisch angepassten Arznei in ca. 100ml reinem Leitungswasser mit einem Plastiklöffel solange umgerührt bis sich diese aufgelöst haben (Anm: Dr. Hering hat eine noch sanftere Methode vorgeschlagen -er gab 3 Glob. der Arznei in ein Glas mit 100ml Wasser und nahm ein zweites leeres Glas in das er die Flüssigkeit umschüttete und wiederum ins erste Glas zurückschüttete usw., bis die Globuli vollständig aufgelöst waren - dann lies er einen kleinen Schluck davon trinken - den Rest des Glases bis auf wenige Tropfen ausgießen und wieder mit 100 ml frischen Wasser auffüllen - das wiederum mehrmals in das 2. Glas umgegossen wurde = selbsthergestellte nächste Potenz), dann nehmen Sie davon 1 Teelöffel und beobachten die Wirkung. Wenn Sie bei einer fieberhaften oder hochentzündlichen Krankheit nach 10 Minuten noch gar nichts spüren, gießen Sie das Glas bis auf 1 Teelöffel aus, füllen Sie das Glas wieder mit 100 ml Wasser, rühren Sie kräftig mehrmals um (das nennt man verkleppern) und nehmen Sie wieder 1 TL. Diese Verdünnungsmethode vor jeder weiteren Einnahme hat den großen Vorteil, dass Sie nie 2 x die vollständig selbe Potenz der Arznei einnehmen und damit keine energetische Reaktionsstarre im Körper erzeugen können, die bei vollständig gleicher Arzneidosierung doch öfters zu beobachten ist. Wie oft Sie die Mehrglasmethode anwenden, ist je nach Krankheitsfall sehr verschieden und bedarf langjähriger Erfahrung mit dieser Methode - bitte lassen Sie sich von Ihrem Homöopathen/in diesbezüglich beraten. Grundsätzlich gilt aber für jede Arzneieinnahme - sobald Sie eine deutliche Besserung oder „Erstverschlimmerung“ Ihrer Beschwerden feststellen, hören Sie mit einer weiteren Arzneieinnahme vorerst auf und lassen den in Gang gekommenen Selbstheilungsprozess - wie die oben beschriebene Billiardkugel - ausrollen.
Bitte beachten Sie, wenn Sie eine sog. „Erstverschlimmerung“ wahrnehmen (die bestehenden Symptome werden etwas verstärkt - das klingt in der Regel aber nach wenigen Stunden bis Tagen wieder ab) - oder eine „Spätverschlimmerung“ (d.h. nach 20-30 Tagen kommt die Erkrankung in abgeschwächter Form nochmals ohne äußeren Anlass) beobachten, dann konsultieren Sie Ihren homöopathisch arbeitenden Arzt oder Heilpraktiker umgehend.

Einnahme von Q-Potenzen, nach Dr. Hahnemann - Dr. Künzli.
Die Q-Potenzen wurden von Samuel Hahnemann in den letzten 15 Jahren seiner 60igjährigen Forschungsarbeit entwickelt und sind für chronische, mit mehreren Miasmen behaftete Krankheiten sehr bewährt. Die Kur mit den Q-Potenzen bringt Linderung auch von sehr alten, über Jahrzehnte bereits verhaftete Beschwerden und kräftigt auch noch sehr geschwächte Kranke. Die Einnahme von Q-Potenzen Bedarf allerdings einer genauen Indikation und intensiver Mitarbeit durch Sie - jede Regung des Organismus kann ein Hinweis sein, die Arznei für einige Tage abzusetzen oder durch eine komplementär wirkende Arznei zu ersetzen. Aus diesem Grund eignet sich die Behandlung mit Q-Potenzen nicht zur Selbstmedikamentation - man kann leichter in eine Arzneimittelprüfung rutschen - deshalb sollten Sie sich mit Ihrem Homöopathen/in immer mindestens 1 x monatlich (besser alle 2 Wochen) treffen und das weitere Vorgehen besprechen. Alle oben genannten Einnahmemethoden von homöopathisch gewählten, d.h. an Ihre Krankheit angepassten Arzneimitteln bedürfen eines engen, auf gute Zusammenarbeit basierendem Therapeuten/Patientenverhältnis.

Zu beachten ist bei der Einnahme von Q - Potenzen folgendes:

Den Tütcheninhalt zuhause in die Arzneiflasche füllen, damit sich die Arznei mit der Zeit auflöst.
Dann vor jeder Einnahme das Fläschchen mit 5x Schüttelschlägen auf einer elastischen Unterlage (z.B. Telefonbuch) dynamisieren (schlagen wie in der Praxis gezeigt).
10 ml der Arznei (verwenden Sie am besten die Hälfte des Schraubdeckels der Arzneiflasche als Maß) in den Plastikbecher (Joghurtbecher) geben und mit 100 ml frischem Trinkwasser (z.B. gutes frisches Leitungswasser oder Volvic ohne Kohlensäure) auffüllen.
Mit dem Plastiklöffel mehrmals kräftig umrühren und die Menge von 1Teelöffel davon einnehmen.
Die Arznei sollte 15-30 Sekunden lang in der Mundhöhle vor dem Runterschlucken einwirken (bitte 15- 30-Minuten nach der Einnahme nichts essen - Getränke wie Wasser und frischgepresste Fruchtsäfte sind jederzeit mögl.).
Den restlichen Becherinhalt schütten Sie bitte in den Ausguss und spülen den Becher und auch den Löffel mit heißem Wasser gut ab.
Stellen Sie die Arzneiflasche in einen dunklen Raum oder Schrank (vor Sonne schützen!), der möglichst keinem elektromagnetischen Feld ausgesetzt ist (nicht in den Kühlschrank) und legen Sie das Einnahmegeschirr für den nächsten Gebrauch gleich hinzu .
Nach abgeschlossener Kur wird die leere Arzneiflasche der Plastiklöffel und der Plastikbecher entsorgt.
Sollte für die Kur eine weitere dynamische Arznei nötig sein,halten Sie bitte Rücksprache mit mir. Dann bekommen Sie bei mir ein Rezept für die nächste Arzneipotenz einen neuen sauberen Plastikbecher (z.B. ein gut ausgewaschener Joghurtbecher) und-Löffel.
Frauen beachten bitte: ca. 6- 8Tage vor und während der Mensesblutung keine Arznei einnehmen.
Bei Rückfragen rufen Sie bitte im Homöopathie-Haus unter der Tel.-Nr. 0861 - 9099601 zwischen 9.00 und 11.00 an.
Dosierung. 1 xtgl
Einnahmezeit: Abends zum Einschlafen
Einnahmedauer: wie mit dem homöopathisch arbeitenden Arzt oder Heilpraktiker abgesprochen




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